Gwendolyn Masin entstammt einer traditionsreichen Musikerfamilie aus Mittel- und Osteuropa. Die in Amsterdam geborene Violinistin begann ihre musikalische Ausbildung, inspiriert durch ihre ungarische Großmutter, im Alter von drei Jahren am Klavier. Mit fünf Jahren griff sie zur Violine und gab noch in ihrem ersten Unterrichtsjahr ihr öffentliches Debüt an der Franz-Liszt-Akademie in Budapest.
Ihren ersten Auftritt vor irischem Publikum absolvierte Gwendolyn im Alter von 11 Jahren anlässlich eines Konzertvortrags in der National Concert Hall in Dublin und trat noch im gleichen Jahr live in der Late Late Show auf. Seitdem war sie regelmäßig Gast bei Fernseh- und Radioproduktionen in verschiedenen Ländern. Unterricht erhielt Gwendolyn Masin von ihren Eltern, Maria Kelemen und Ronald Masin, sowie von Herman Krebbers, Igor Ozim, Ana Chumachenco, Zakhar Bron and Shmuel Ashkenasi. Sie gewann zahlreiche renommierte Preise in Südafrika, Großbritannien, Irland, den Niederlanden und der Schweiz und absolvierte ihre Diplomprüfungen an den Royal Schools of Music in London, der Hochschule der Künste in Bern sowie der Musikhochschule in Lübeck mit Auszeichnung.
Bei ihren häufigen Auftritten in Europa und Südafrika spielte Gwendolyn Masin als Solistin mit Orchestern wie dem Staatlichen Sinfonieorchester St. Petersburg, dem Berner Symphonie-Orchester, dem Musica-Viva-Kammerorchester (Moskau) und dem Nationalen Sinfonieorchester des staatlichen irischen Rundfunks und Fernsehens. Sie ist Gast bei zahlreichen Festivals, darunter dem West-Cork-Kammermusikfestival (Irland), Prussia Cove (Großbritannien), dem Internationaal Kamermuziekfestival Schiermonnikoog (Niederlande) und dem Festival Internazionale della Musica Linari (Italien).
Die Violinistin hat Aufnahmen bei Tonus-Music Records zu verzeichnen und war Solistin des Soundtracks für den Film Ortung.
Da sich Gwendolyn Masin stark für zeitgenössische Musik engagiert, hat sie zahlreiche Kompositionen von Don Li, Urs Peter Schneider, Eric Sweeney und John Buckley uraufgeführt. Letzterer vollendet derzeit sein erstes Violinkonzert, das ihr gewidmet ist.
Daneben hat die Musikerin 2004 die internationale, interdisziplinäre Reihe In Search of Lost Time (Auf der Suche nach der verlorenen Zeit) ins Leben gerufen und 2006 das jährlich stattfindende Gaia Kammermusikfestival gegründet, das in Hohenstaufen bei Stuttgart stattfindet. 2007 wurde sie zur künstlerischen Leiterin des Carrick Water Music Festival in Irland ernannt.
Bereits als Teenager sammelte Gwendolyn Masin Lehrerfahrung – ihr Buch über Violinpädagogik mit dem Titel Michaela’s Music House wird 2008 in ganz Europa erhältlich sein.
Gwendolyn Masin spielt auf einer Violine von Lorenzo Carcassi (Florenz, 1761).

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